Cultural & Business Guide

Wirtschaftsperspektiven

Introduction

2014 verzeichnete die chinesische Wirtschaft einen Wachstumsrückgang von 7,7% auf 7,4% (Daten van CeSIF) - das schlechteste Ergebnis in den letzten 24 Jahren. Für 2015 wird ein leichter Anstieg vorausgesehen, der mit mehreren Faktoren zusammenhängt, darunter die Umsetzung der Maßnahmen zur Liberalisierung des internationalen Handels und zur Einführung neuer Sonderzonen, vor allem im dritten Sektor. Auf jeden Fall ist China ein breiter Markt, der durch Unternehmen sorgfältig recherchiert werden soll, je nach ihren Plänen, Bedürfnissen und Erwartungen.

Binnenverbrauch und Markterweiterung

Eines der wichtigsten Ziele des 12. Fünfjahresprograms ist es, Chinas Abhängigkeit von Export zu reduzieren und strategische Reformen umzusetzen, um den Binnenverbrauch zu steigen. Im Rahmen des 13. Fünfjahresprogramms will China das ambitiöse Pro-Kopf-BIP von 12 000 USD erreichen. Das Programm wird sicher auch zum Ziel haben, die EU-Unternehmen zu ermutigen, das Potenzial Chinas zu nutzen.

Die chinesische Regierung setzt stark auf Schutzmaßnahmen, um die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft, Technologien und Marken zu fördern, damit China auf der internationalen Ebene wettbewerbsfähiger wird. Deswegen kann es für EU-Unternehmen durchaus schwierig sein, den Markt zu erschließen.

Anyway, European companies shall not forget that the percentage at the level of 3,76% (out of 7,4% of the GDP in 2014) corresponded to domestic consumption, which means that the opportunities in China for EU companies may be interesting, especially in specific sectors.

Allgemeine Informationen zur bilateralen Zusammenarbeit

Im Rahmen der strategischen Agenda 2020 für die Zusammenarbeit zwischen der EU und China (November 2013) eröffneten die beiden Parteien einen Dialog über ein bilaterales Freihandelsabkommen. Da der bilaterale Handel zwischen China und der EU eine Milliarde Euro per Tag überschreitet, kann ein solches Abkommen einen wichtigen Schritt zur noch stärkeren Zusammenarbeit bedeuten.

Auf welche Wirtschaftssektoren sollten sich dann EU-Unternehmen konzentrieren? Die wichtigsten Sektoren für die Geschäftsbeziehungen zwischen der EU und China sind:

  1. Lebensmittel- und Getränkeindustrie (einige Bereiche des Marktes): dieser Sektor kann wegen des gestiegenen Inlandsverbrauchs interessant sein, besonders in den Sekundärstädten (Tier-2-Städten). Bei Wein und weiteren alkoholischen Getränken war allerdings negatives Wachstum zu verzeichnen, das aus den strengeren Kontrollmaßnahmen resultierte, sowie aus der veränderten Einstellung der Regierung zum Alkoholkonsum von Beamten und bei offiziellen Veranstaltungen (Empfängen, Banketten usw.).
  2. Pharmaindustrie: Das Bewusstsein für Gesundheit ist in China gestiegen, weshalb eine Verbesserung der Lebensqualität sowie ein Anstieg der Lebenserwartung prognostiziert werden. Demzufolge ist ein Anstieg der Einfuhrmengen von einigen Warenkategorien zu erwarten (modernste hochwertige Medizintechnik, z.B. Diagnosegeräte und Kleinchirurgie, als auch Krebs- und Herz-Kreislauf-Medikamente sowie Medikamente gegen Infektionskrankheiten).
  3. Luxusindustrie: trotz der durch die chinesische Regierung eingeführten Beschränkungsmaßnahmen, die zur größeren Sparsamkeit der Politiker beitragen sollten, wird dieser Sektor möglicherweise interessant, besonders in den 2-Tier- und 3-Tier-Städten, wo neue Märkte durch die fortschreitende Urbanisierung entstehen.
  4. Grüne Energie und Umweltschutz: Dieser Sektor gewinnt weiter zunehmend an Bedeutung in China. Das hängt mit der steigenden Sensibilisierung für die nachhaltige Entwicklung und Stadtentwicklung zusammen. Außerdem stellt dieser Sektor eines der sensibelsten Themen für die chinesische Regierungspolitik dar. Bis zum Jahr 2020 sollen 18% des gesamten Energiebedarfs Chinas von nachhaltigen Energien gedeckt werden. Seien Sie allerdings vorsichtig mit der Photovoltaik, die gerade einen Wachstumsrückgang verzeichnet.
  5. Maschinenbau- und Automobilindustrie: Diese Industrien sind für einen großen Teil des EU-Exports nach China verantwortlich (44% insgesamt). Beim Export im Bereich Maschinenbau lässt sich eine leicht rückläufige Tendenz beobachten, während die Automobilbranche wahrscheinlich ein Exportwachstum von 6-10% in den nächsten fünf Jahren verzeichnet wird.
  6. Innovative Technologien und Produkte: In China werden die meisten Smartphones und andere Telekommunikationsgeräte hergestellt, viele von ihnen allerdings als OEM-Produkte. China experimentiert mit Glasfaserproduktion, die auf dem Know-how und Patenten der führenden Technologieunternehmen basiert.

Schutzmaßnahmen und Handelsstreitigkeiten

In China hängt der Grad des Protektionismus mit der strategischen Wichtigkeit des jeweiligen Sektors zusammen. Zu den meistkontrollierten Wirtschaftssektoren gehören Stahl-, Automobil-, Bahn- und Energieindustrie sowie die chemische Branche und die Branche der Telekommunikationssysteme. Aber warum ist das so? Offensichtlich versucht die chinesische Regierung einerseits die chinesische Industrie in China zu fördern, und anderseits will sie chinesische Unternehmen im Ausland schützen. Außerdem glauben viele chinesische Unternehmen, dass sie über ausreichende Kompetenzen verfügen, um die geplanten Ziele ohne ausländische Partner zu erreichen. Darüber hinaus werden einige Sektoren, die in einer engeren Verbindung mit dem militärischen Bereich stehen, wegen der Sicherheitspolitik Chinas für besonders empfindlich gehalten.

Handelsstreitigkeiten können besonders in einigen Branchen problematisch werden und, wie wir sehen, können den bilateralen Handel sowie Investitionen behindern:

Bibliography

CeSIF - Fondazione Italia Cina, “La Cina nel 2015: Scenari e Prospettive per le Imprese”.

EUCCC, “Position Paper”, European Chamber Publication

EUCCC, “Business confidence survey”, European Chamber Publication

External links

Project 2014-1-PL01-KA200-003591