Cultural & Business Guide

Unternehmensgründung in China

Introduction

China gilt als ein Markt, der wunderbare Möglichkeiten und Herausforderungen bietet, doch nur wenige europäische Unternehmen wissen sich an die Dynamik dieses enormen Landes anzupassen.

Es gibt verschiedene Verfahren, um auf einen solchen Markt zu kommen; europäische Firmen nutzen normalerweise den Stufenansatz. Manchmal untersuchen sie dem Markt, indem sie kleine Mengen an Gütern kaufen oder exportieren, und machen sich so ein Gesamtbild von der Marktlage.

Jede Firma sollte nach einer Lösung suchen, die für ihre jeweiligen Ziele und Bedürfnisse am passendsten ist. Es ist empfehlenswert, sich dabei von einem vertrauenswürdigen Experten beraten zu lassen, der Ihre Chancen auf Erfolg erhöht und Sie auf dem Laufenden über die ständig wechselnden Regeln und Vorschriften informiert: (http://www.pndp.net/chinas-new-company-registration-and-administration-regime/)

Wie führe ich ein Unternehmen in China?

Es gibt unterschiedliche Lösungen und Investitionsstrukturen, die den Zugang zum chinesischen Markt ermöglichen, doch bei solch wichtigen Entscheidungen sollten viele Faktoren berücksichtigt werden.

Zu den wichtigsten Aspekten gehören der Geschäftsumfang und die Investitionsart. Der Geschäftsumfang sollte insofern klar bestimmt werden, als die Beschreibung der Geschäftstätigkeiten auf der Gewerbelizenz stehen wird und somit nur diese Tätigkeiten tatsächlich ausgeführt werden können.

Repräsentanz

Eine Repräsentanz ist eine praktische Lösung, wenn es um die Erkundung des chinesischen Marktes geht. Für eine ausländische Firma, die in China ansässig werden möchte, ist es womöglich auch die am einfachsten durchzuführende Investitionsstruktur, doch sie ist auch mit gewissen Einschränkungen verbunden. Eine Repräsentanz darf keine gewinnbringenden Handlungen vornehmen: keine Rechnungen ausstellen, keine Produkte verkaufen/erwerben oder sich sonstwie in Betriebstätigkeiten engagieren. Im Allgemeinen dient eine Repräsentanz dazu, den Markt mithilfe von Branchenforschung bzw. Netzwerkaktivitäten zu erkunden.

Die Repräsentanz darf weder Verträge oder Abkommen im Namen des Mutterunternehmens abschließen noch andere Unternehmen repräsentieren - dies ist gesetzlich strengstens verboten.

Hier finden Sie mehr Informationen dazu:

http://www.pathtochina.com/reg_ro.htm

Wholly Foreign-Owned Enterprise (WFOE) - Unternehmen mit ausschließlich ausländischer Beteiligung

Das WFOE ist die üblichste Investitionsstruktur und kann vollständig in ausländischen Händen sein.

Es kann sich an nahezu jeder Art von Geschäften beteiligen. Je nach Tätigkeit können WFOEs in drei Hauptkategorien aufgeteilt werden:

  • Herstellendes WFOE: dieses WFOE beschäftigt sich ausschließlich mit Herstellungstätigkeiten.
  • Beratendes WFOE: dieses WFOE beschäftigt sich mit Beratungs- und Dienstleistungstätigkeiten.
  • FICE (Foreign-Invested Commercial Enterprise, ausländisch investiertes Unternehmen): dieses WFOE ist im Bereich Einzel- und Großhandel sowie Franchising tätig (es kann auch als Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden).

Das WFOE ermöglicht Unabhängigkeit in der Erstellung und Entwicklung von Strategien und in den Entscheidungsprozessen. Zudem kann diese Unternehmensform sich formell an Geschäften beteiligen und Rechnungen in RMB ausstellen.

Es ist jedoch eine große Investition, die gut überlegt sein will.

Vorteile

  • Schnelle Entscheidungsprozesse
  • Technologien, Know-How usw. müssen nicht mit lokalen Geschäftspartnern geteilt werden
  • Absolute Eigentümerschaft
  • Keine kulturellen Differenzen

Nachteile

  • Kapital muss alleine investiert werden
  • Geringerer Zugang zum lokalen Markt (Marktkenntnisse) und zur lokalen Bevölkerung (Verwaltungsprozesse)

Joint Venture (JV) - Gemeinschaftsunternehmen

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist ein Unternehmen, das zum Teil einem ausländischen Investor und zum Teil einem chinesischen Geschäftspartner gehört.

Es ist die üblichste Art und Weise, ein Unternehmen in China zu gründen, das gesetzlich verpflichtet ist, einen chinesischen Partner zu haben.

Es gibt zwei Typen von Gemeinschaftsunternehmen:

  • kooperatives Gemeinschaftsunternehmen (CJV)

Hierbei werden Gewinne und Verluste gemäß den Regelungen des Gemeinschaftsunternehmensvertrags aufgeteilt.

  • paritätisches Gemeinschaftsunternehmen (EJV)

Hierbei werden Gewinne und Verluste je nach Kapitalbeteiligung an dem Unternehmen aufgeteilt. Die ausländische Firma muss mindestens 25% des Gesamtkapitals investieren, um diese Art von Gemeinschaftsunternehmen gründen zu können.

http://www.pathtochina.com/reg_jv.htm

Diese Abbildung fasst es noch mal klar zusammen:

Vorteile

  • Kapital von mindestens 2 Gesellschaftern
  • Wichtiges Guanxi mit der lokalen Bevölkerung
  • Kosten und Risiken werden gemeinsam getragen

Nachteile

  • Lange Entscheidungsprozesse
  • Technologie und Know-How müssen geteilt werden (Gefährdung des geistigen Eigentums)
  • Kulturelle Differenzen (auch in höheren Führungspositionen)

Wie führe ich einen Online-Shop

E-Commerce ist eine Branche, die sich besonders dynamisch entwickelt und den europäischen Unternehmen immer mehr Möglichkeiten bietet. Es ist jedoch immer noch ein neuer Markt, den jede Firma zuerst im Hinblick auf ihre Ziele und Zielgruppen genau analysieren sollte.

Um einen Online-Shop betreiben zu können, ist die Gründung einer WFOE erforderlich. Falls das Unternehmen bereits in China tätig ist, werden wahrscheinlich gewisse Änderungen nötig sein. Bei dieser Art von Investition sollten Sie unbedingt eine Firma beauftragen, die sich auf die Gründung solcher Geschäfte spezialisiert.

Sehen Sie sich dazu die Präsentation von P&P (Shanghai) Business Consultancy Co., Ltd. an:

https://prezi.com/x9qsj1jmbg-n/

Bibliography

Dennis, A. Leventhal, How to Leap a Great Wall in China, Merwin Asia - June 2014

Kerry Brown, China and the EU in Context: Insights for Business and Investors – May 2014r

External links

Project 2014-1-PL01-KA200-003591